Das Urlaubsland Allgäu
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Sanfte Hügel, überragt von schroffen Fels. Sattes Wiesengrün, in dem glückliche Kühe grasen. Romantische Zwiebeltürme und herrliche Barockaltäre. Bilder, die jeder sofort im Sinn hat, wenn sie Sprache aufs Allgäu kommt. Das Schönste daran: Im Urlaubsland zwischen dem tiefblauen Bodensee und dem gletschergrünen Lech stimmen Klischee und Wirklichkeit ausnahmsweise mal überein. Ein wahrhaft königlicher Anblick: Schloss Neuschwanstein, das Wahrzeichen des Allgäus, thront auf einem steilen Felsstück (erbaut von 1869 - 86), der wahr gewordene Traum vom Märchenkönig Ludwig II. Und die Legende lebt! Im Musical-Theater Neuschwanstein lebt der Märchenkönig wieder auf, um aber noch in der gleichen Vorstellung wieder im Wasser des Starnberger Sees zu versinken: "In der Schönheit liegt der Glanz, liegt der ganze Glanz des Wahren. Und ein Rätsel wird auf ewig, euch verbergen, wer ich bin...". Wenn auch die Handlung des Musicals sehr "frei" nachempfunden sein mag - eines ist an diesem Stück, das täglich viele Besucherinnen und wohl auch manchen Besuchern zu Tränen rührt, echt: der Schausplatz. Denn das Musical-Theater, unmittelbar am Ufer des Forggensee in Füssen gelegen, liegt in Sichtweite von Schloss Neuschwanstein. Damit hat das südliche Ostallgäu, neben den Königsschössern Neuschwanstein und Hohenschwangau und der Wallfahrtskirche St. Coloman, einem barocken Juwel, eine weitere Touristenattraktion, die weit über die Grenzen des Allgäus hinaus von sich reden macht. Und wenn wir gerade beim Thema Kultur sind: die Schätze des Barock und Rokoko sind über das ganze Allgäu verteilt. Nicht weit entfernt von den Königsschlössern und dem Musical-Theater: die weltberühmte Wieskirche bei Steingaden. Ebenso berühmt durch eine der schönsten Klosteranlagen in Deutschland: die Basilika in Ottobeuren im Unterallgäu, deren barocke Pracht einem fast den Atem nimmt. Weitere "Pracht"-bauten: die Wallfahrtskirche Maria Steinbach unweit von Illerbeuren sowie die Klosterkirche der Dominikannerinnen in Bad Wörishofen, beide ebenfalls im Unterallgäu gelegen. Und die "Allgäu-Metropole" Kempten wird von einer gewaltigen, 42 Meter hohen Kuppel sowie den beiden Türmen der Sankt-Lorenz-Basilika überragt. In Bad Wörishofen und Ottobeuren gibt es nicht nur Prachtbauten zu besichtigen, sondern hier wird die Lehre des "Wasserpfarrers" Sebastian Kneipp hochgehalten. Aber nicht nur dort, auch in anderen Orten des Allgäus wie in Bad Grönenbach (Unterallgäu), Hindelang und Oberstdorf (beide Oberallgäu) wird auf die Lehre des Naturheilers Kneipp, der einst in Bad Wörishofen wirkte, zurückgegriffen. Und in Oberstaufen gibt es die berühmten Schrotkuren Das Paradies für Wanderfreunde: das Allgäu. Mit allen Schwierigkeitsgraden, ob flach oder steil, alles ist hier möglich. Viele machen gar daraus ein mehrtägiges Urlaubsprogramm. Ein "echter" Klassiker: "Über die Nagelfluhkette", bei dem es sechs Tage lang über Gipfel und Grate vor dem eindrucksvollen Panorama des Allgäuer Hauptkamms geht. "Rund um den Hohen Ifen" ist eine genussreiche Höhenwanderung, die in sieben Tagen vom benachbarten Kleinwalsertal über den Bregenzer Wald zum Gottesackerplateau führt. Den "Ostallgäuer Höhenweg" kann in fünf Tagen bewältigt werden, er führt von Hindelang nach Halblech, also vom Ober- ins Ostallgäu. |
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Rolf Bickelhaupt
Von-Grünenstein-Str. 10 87634 Obergünzburg Fax: 08372/972616 E-Mail: Bickelhaupt.Allgaeu@t-online.de Internet: Web 4 All-gäu |
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